Die richtige Lagerung

Vorab die Empfehlung in der Kurzversion:

  • Bewahre den Kaffee in der gelieferten, wiederverschließbaren Verpackung auf ✅
  • Stelle die Packung nicht in den Kühlschrank, ❌
  • Auch nicht auf die warme Espressomaschine ❌
  • Sondern: Kühl und dunkel in eine Schublade oder ins Vorratskämmerchen ✅
  • Wähle eine Verpackungsgröße, die in zwei Wochen aufgebraucht ist ✅

Kaffee altert, sobald er in Kontakt mit Sauerstoff kommt. Sogar in der noch geschlossenen Verpackung vom Händler oder Röster macht sich das bereits nach drei Monaten geschmacklich bemerkbar und fällt dann rapide ab. Daher die Empfehlung Packungsgrößen zu wählen, die recht schnell aufgebraucht sind.

Für Nerds: Beim Rösten entstehen Gase — vor allem Kohlendioxid (CO₂), aber auch Wasserdampf und Aromastoffe. Ein Teil des CO₂ bleibt nach dem Rösten in der Bohne eingeschlossen und entweicht später langsam (die Bohnen müssen "ausgasen", daher auch das Ventil in der Verpackung). Dieses lässt CO₂ entweichen, aber kein Sauerstoff hinein.
Da CO₂ schwerer ist als Sauerstoff, sammelt es sich unten in der Packung und schützt die Kaffeebohnen nach dem Öffnen vor Sauerstoff. Deshalb sollte man die Packung möglichst aufrecht stehen lassen und die Bohnen mit einem Löffel entnehmen, statt die ganze Packung zum Ausschütten zu kippen.

Don'ts:

  • Kühlschrank: Im Kühlschrank entsteht durch Temperaturwechsel Kondenswasser, was den Kaffee schneller altern lässt. Zudem kann er fremde Aromen wie beispielsweise von Käse oder Zwiebeln aufnehmen.
  • Tassenablage auf der Espressomaschine: Die Wärme auf der Tassenablage lässt Kaffee ebenfalls schneller altern. Öle oxidieren schneller und werden schneller ranzig.
  • Bohnenbehälter der Mühle: Um den Kontakt mit Sauerstoff zu minimieren, sollte dieser nicht randvoll sein, sondern nur mit der Tagesration gefüllt werden. Außerdem:
  • Durchsichtige Behälter: Licht (UV und Tageslicht) baut Aromen ab.